Schwer, schwerer, Arbeit! [LINK]

11.07.2018

Arbeit ist definiert als zielgerichtete körperliche und geistige Tätigkeit. Die geistigen Anforderungen haben in den letzten Jahren definitiv zugenommen. Wie sieht es mit den körperlichen Belastungen aus? Sinken diese im Gegenzug? NEIN! Körperliche Belastungen sind nach wie vor aktuell. Seit einigen Jahren geben Beschäftigte vor allem Stehen, Heben und Tragen schwerer Lasten, Zwangshaltungen, Arbeit mit Händen und Arbeiten bei Erschütterungen konstant als belastend an.

Im Gegenzug dazu sind über 50% der Erwerbstätigen vorrangig sitzend tätig. Dauerhaftes Sitzen ist mittlerweile als genauso gesundheitsgefährdend eingestuft, wie Rauchen. Kopf- und Rückenschmerzen sowie Augenbelastungen sind hier die Hauptprobleme.

Von zahlreichen Gesprächen mit Beschäftigten unterschiedlichster Branchen weiß ich, dass Menschen mit einer moderaten körperlichen Belastung weniger Muskel- und Skelettbeschwerden haben, als alle die dauerhaft sitzend ihr Geld verdienen. Hier zeigt es sich wieder, der Mensch ist für Bewegung gemacht.

Der Mensch braucht grundsätzlich Bewegung und wechselnde Anforderung zur Gesunderhaltung. Jede Zwangshaltung und jede Einseitigkeit - sei es sitzend, stehend, gehend, knieend, hebend, tragend, mit den Händen arbeitend - führt früher oder später zu Beschwerden.

Der ideale Arbeitsplatz bietet die Möglichkeit, Tätigkeiten und Positionen zu wechseln. Gesundheitlichen Beschwerden - sei es durch ein Zuviel oder ein Zuwenig an körperlicher Beanspruchung - kann effektiv entgegengewirkt werden: durch gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung (z. B. ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, Bereitstellung von Trage- und Transporthilfen) sowie Einhaltung von Verhaltensregeln (z. B. rückenschonende heben- und tragen, gezielte Ausgleichsbewegungen, Pauseneinhaltung).

Liebe deinen Job wie dich selbst!

Herzlichst Manuela Süß